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Nachhaltige Urlaubserholung – wie es sicher funktioniert!

By Christiane Freihold on 10. August 2016 in Lebensqualität, Resilienz
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Urlaubszeit –  das ist die Zeit in der man seine Reserven auftankt. Aber wie gelingt das tatsächlich auch nachhaltig? Betrachtet man die Erholung aus dem Blickwinkel der Resilienz, dann lassen sich einige Anhaltspunkte ableiten.

Erholungsfaktor I: Identitätsstiftende KohärenzSommerurlaub

Im Urlaub kann ich das tun, was zu mir passt, was mir gefällt und was mir maximale Regeneration garantiert. Das dies von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich ist, weiß man sobald man mit anderen einen gemeinsamen Urlaub geplant hat.

Damit der gewünschte Erholungseffekt eintritt, benötigen wir wahrgenommene Kohärenz – das heißt die Urlaubsaktivitäten müssen zu meiner Grundüberzeugungen, meinen Haltungen und Werten passen.

Was für den einen Strapaze ist, ist für den anderen Erholung. Es kommt dabei immer auf den individuellen Kohärenzwert der Aktivität an.

Steht bei mir körperliche Fitness auf meiner Prioritätenliste ganz oben, dann werde ich meinen Urlaub daraus ausrichten möglichst viele sportliche Aktivitäten und Herausforderungen zu erfahren, sei es dass ich mich in ein Sporthotel einmiete oder eine Strecke mit Mountain Bike, Kanu oder zu Fuß zurücklege. Sicher anders aussehen wird mein Urlaub, wenn ich meine Familie und meine Kinder ins Zentrum rücke. Dann steht die Zeit im Vordergrund in der ich gemeinsame Aktivitäten mit meinen Kindern unternehmen kann. Der Urlaubsort und die Aktivitäten stehen dann eher an zweiter Stelle. Wieder anders wird der Urlaub aussehen, von Menschen, denen Bildung und Wissen sehr viel bedeutet. Sie werden sich entweder auf das intensive Studium von Fachliteratur freuen oder eine Bildungsreise antreten.

Erholungsfaktor II: Anpassungsfähige Zukunftsorientierung

Im Urlaub haben wir Zeit und Muße einmal über den Tellerrand zu schauen und uns vom Tagesgeschäft zu lösen. Genau das gibt uns die Möglichkeit über die Zukunft nachzudenken. Bin ich mit meinem Leben auf dem richtigen Weg? Wo möchte ich, dass es weiter hingeht? Welche Veränderungen wünsche ich mir?

Im Urlaub gemachte Erfahrungen können mich für meine Arbeit inspirieren

Nicht selten können auch Urlaubsaktivitäten selbst Impulse für die weitere Zukunftsplanung sein. Das Land oder die Stadt in der ich gerade Urlaub mache gefällt mir so gut, dass ich mir vorstellen kann hier zu leben und zu arbeiten. Eine Urlaubsbekanntschaft erzählt mir von einem spannenden Arbeitsfeld, welches ich mir auch vorstellen kann. Über einen gelesenen Text aus einer Zeitschrift oder einem Buch werde ich auf etwas aufmerksam was ich in meine Arbeit einfließen lassen kann. Und manchmal ist es auch nur die ungewohnte Ruhe und die Abwesenheit von Reizen, die Gedanken, Ideen und Wünsche für die weitere Gestaltung meines beruflichen und privaten Lebens wach werden lassen. Auch wenn das zunächst nicht das primäre Ziel von Urlaubserholung ist, so trägt dieser Aspekt der Zukunftgestaltung dennoch zur Stärkung meiner Resilienz und meines Wohlbefindens und somit zum Auftanken meiner Reserven bei.

Erholungsfaktor III: Informative Netzwerkbildung

Im Urlaub hat man Zeit sich um Themen zu kümmern die im Alltagsstress liegen geblieben oder vernachlässigt worden sind. So kann der Urlaub dazu genutzt werden, das soziale Netzwerk über Reisen und Besuche zu festigen und weiter auszubauen. In erster Linie werden dies private Netzwerke sein, aber bei genauerer Betrachtung gibt es immer auch Überschneidungen zum beruflichen Bereich und auch ein privates Netzwerk unterstützt und trägt mich bei meiner täglichen Arbeit. Manchmal funktioniert die Netzwerkbildung im Urlaub auch indirekt – dadurch, dass ich mehr Zeit habe als in den restlichen Wochen des Jahres, fallen mir Menschen ein, mit denen ich nach meinem Urlaub in Kontakt treten möchte und auch Themen, die ich gerne in einer größeren Runde besprechen will. Auch hier gilt, dass die Netzwerkbildung selten das primäre Ziel eines Urlaubs ist, aber die Beschäftigung damit tut uns gut und stärkt uns für die nachfolgenden Arbeitswochen und beruflichen Herausforderungen.

Nichtstun ist nicht unbedingt erholsam

Betrachten wir Urlaub aus dem Blickwinkel der Resilienz, dann wird klar, dass der Begriff der „Erholung“, der ja immer wieder in diesem Zusammenhang fällt, nicht gleich zu setzen ist mit Müßiggang oder Nichtstun – im Gegenteil: zu wenig Aktivitäten können auch negative Gedanken, Enttäuschungen oder sogar Depressionen auslösen.

Wer sich sicher erholen möchte, der achtet darauf, dass zumindest ein Resilienzfaktor im Urlaub gestärkt wird. Dann hält die Urlaubserholung auch länger – und nicht nur bis zum Öffnen des Mailaccounts am ersten Arbeitstag im Büro.

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