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Feedback nach oben – so führen Sie Ihren Chef!

By Christiane Freihold on 19. Januar 2017 in Lebensqualität
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„Kann ich als Mitarbeiter meinem Chef auch ein Feedback geben?“ immer wieder wird mir in Managementseminaren diese Frage gestellt. Die Antwort lautet eindeutig: „Ja, unbedingt!“ Genauso wichtig wie es für Ihre Weiterentwicklung und Motivation ist, Rückmeldung über Ihre Arbeitstätigkeiten und Arbeitsergebnisse zu bekommen, ist es für Ihren Chef auch. Wie soll er wissen, was Sie an seinem Führungsstil oder an seiner Art zu kommunizieren schätzen und welche Veränderungen Sie für notwendig halten, wenn Sie es ihm nicht sagen? Optimierung von Prozessen ist nur dann möglich, wenn die zentrale Schnittstelle Führungskraft – Mitarbeiter in beide Richtungen geklärt und optimiert ist.

Um ein Feedbackgespräch nach oben professionell und mit der gewünschten Wirkung zu führen können Sie  dieselbe 4 W-Methode bei positiver Rückmeldung bzw. 5 W-Methode bei negativer Rückmeldung anwenden, die Sie auch bei Ihren Mitarbeitern benutzen.

Bei negativen Feedback empfiehlt es sich, nach der 5-W-Methode vorzugehen:

5 W- Methode bei negativer Rückmeldung

  1. W = Wahrnehmung
  2. W = Wirkung
  3. W = Wunsch
  4. W = W-Frage
  5. W = Wertschätzung

Beispiel:

„Herr Meyer, In den letzten Wochen waren Sie viel unterwegs und ich hatte nicht so oft die Gelegenheit mit Ihnen zusammenzusitzen. (Wahrnehmung) Auf mich wirkt das, als gäbe es kaum noch Zeit für meine Aufgaben und Tätigkeiten. (Wirkung) Für meine Arbeit wäre es hilfreich,  einmal in der Woche einen Regeltermin zu haben, in dem ich meine Themen und Fragen loswerden kann. (Wunsch) Was halten Sie davon? (W-Frage)“

Aber auch positives Feedback sollten Sie Ihrem Vorgesetzten nicht vorenthalten:

4 W- Methode bei positiver Rückmeldung

  1. W = Wahrnehmung
  2. W = Wirkung
  3. W = W-Frage/ Statt der W-Frage empfiehlt es sich oft, einen Dank auszusprechen.
  4. W = Wertschätzung

Beispiel:

„Dieser wöchentliche Regeltermin, den wir nun seit letztem Monat durchführen (Wahrnehmung) hilft mir sehr bei meiner Arbeit (Wirkung). Ich bin froh, dass Sie sich dafür die Zeit nehmen. (Dank)“

Alternativ könnten Sie auch die W-Frage stellen: „Wie sehen Sie das?“

Feebackgespräche verhindern die Entstehung von Konflikten

Der Vorteil einer offenen Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten liegt auf der Hand: Störquellen oder Missverständnisse können direkt aus der Welt geschafft werden, noch bevor Sie zu Konflikten oder Problemen werden.

Aufgrund dieser positiven Wirkung haben viele Unternehmen und Konzerne ritualisierte Feedbackschleifen (auch) von den Mitarbeitern zu den Führungskräften etabliert. Da gibt es beispielsweise jährliche Vorgesetztenrückmeldungen oder festinstallierte 360 Grad Feedbacks für Vorgesetzte in denen neben Kollegen, Vorgesetzten, Kunden und Dienstleister auch die Mitarbeiter befragt werden. In den schriftlichen Mitarbeiterbefragungen wird häufig gezielt nach der Zufriedenheit mit der Führungskraft und Ihrem Führungshandeln gefragt und auch in den Jahresmitarbeitergesprächen gibt es oft einen eigenen Punkt „Feedback an die Führungskraft“.

Unternehmen mit einer Feedbackkultur laden Mitarbeiter aktiv zum Feedback ein

Ob diese Instrumente dann tatsächlich zur offenen Rückmeldung genutzt werden, hängt entscheidend davon ab, ob ein Mitarbeiter in seinem Umfeld erlebt, dass seine Meinung tatsächlich gefragt und gewünscht ist. In diesem Zusammenhang spielt das Thema „Feedbackkultur“ eine entscheidende Rolle.

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